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2018-03-07 Bundestagung der BAG-Musik

Bericht der Bundestagung der Bundesarbeitsgemeinschaft Musikerziehung (BAG-Musik)
7. und 8. März 2018 St. Virgil/Salzburg


Die Tagung wurde von Mag. Mike Rumpeltes (ZSK) eröffnet. Anschließend sprach Gerhard Pusnik einige Worte zu den Delegierten. Begrüßt wurden die Teilnehmer/innen  im Namen des BMBWF durch die  stv. Abteilungsleiterin Frau MinRin  Maga. Babette Klemmer-Senk.

Anschließend gab es ein Warm Up von Mag. Dr. Fritz Höfer zum Thema „Klassenmusizieren“ mit Boobwhakers.

Danach hielt MMag. Dr. Wilfried Aigner, Universität für Musik und darstellende Kunst Wien den Eröffnungsvortrag zum Thema:

„Perspektiven der Musiklehrer_innenausbildung in Zeiten des Wandels“

Eine musikpädagogische Spurensuche zwischen Heterogenität, Digitalisierung und

Pädagog_innenbildung-Neu

Musiklehrer_in sein – oder es werden – ist spannender und zugleich herausfordernder denn je. Die Gründe dafür sind vielfältig. Da wäre etwa das Thema der zunehmenden Heterogenität im Umfeld Schule – sei es aufgrund gesellschaftlicher Veränderungen wie z.B. durch Migrationsströme, aufgrund des steigenden Werts von Individualität in Gesellschaft und Bildungswesen oder durch eine erhöhte Sensibilität für Themen wie Diversität und Inklusion. Auch Digitalisierung ist nicht nur ein schulpolitisches Schlagwort, sondern eine gesellschaftliche Realität, die im Schulwesen zwangsläufig eine Widerspiegelung findet. Und der Wandel in der Lehrendenausbildung durch die PädagogInnenbildung-Neu, die historisch gewachsene Ausbildungstraditionen und –institutionen zusammenführen und neue Typen von Lehrpersonen schaffen soll, ist zwar strukturell auf den Weg gebracht worden, aber noch längst nicht frei von Spannungen und ungelösten Fragen.
Darüber hinaus ist Musik als Kulturgut ebenso wie als schulischer Fachgegenstand dem Rechtfertigungsdruck unserer effizienzorientierten Leistungsgesellschaft ausgesetzt: Musik muss schlauer, gesünder, sozialer machen… Doch kann Musik auch einfach nur Musik sein – eine universelle, künstlerische Form zwischenmenschlicher Kommunikation? Was braucht ein zeitgemäßer Musikunterricht bzw. was kann „zeitgemäß“ unter sich ständig wandelnden Rahmenbedingungen überhaupt bedeuten? Und wie können Menschen, die es sich zur Aufgabe machen, Kindern und Jugendlichen im Rahmen des öffentlichen Schulwesens Musik in all ihrer Vielfalt näherzubringen, ausgebildet und bei dieser so unglaublich wichtigen und wertvollen Tätigkeit unterstützt werden?

Im Anschluss referierte Mag. Dr. Fritz Höfer zum Thema: „KLASSENMUSIZIEREN“ – Praxismaterial und didaktisches Know how

Es existiert kaum ein Begriff innerhalb der Musikpädagogik und der dazugehörigen Fachdidaktik, der in den letzten Jahren mehr an Bedeutung erfahren hat, als das Klassenmusizieren. Eine Neuorientierung des Faches Musik, welche die Musizierpraxis in den Mittelpunkt stellt, ist zu verorten. Neuere Lehrpläne und das pädagogische Prinzip der Kompetenzorientierung fordern dies ebenso ein. Doch welche Möglichkeiten - außer dem Singen - stehen dem Lehrenden zur Verfügung, um mit einer ganzen Klasse zu musizieren? Antworten auf diese Frage mit entsprechenden Materialien und professionellen didaktischen und methodischen Inputs soll die vorliegende Fortbildungsveranstaltung bieten.

Ausgangspunkt dazu sind die neuesten Publikationen von Fritz Höfer, in welchen die vielfältigen Möglichkeiten des Klassenmusizierens anhand von attraktiven, sehr unterschiedlichen Musikstücken repräsentiert werden. Komplementiert wird deren Angebot durch Downloads im Internet in Form von Musikdateien, Playbacks und Schülervideos.

Danach gab es eine anregende Diskussion mit Mag. Dr Wilfried Aigner und Erhard Mann, an der sich die TagungsteilnehmerInnen rege beteiligte.

Diskutiert wurde u.a. die Situation der MusiklehrerInnenausbildung in Österreich und der MusiklehrerInnen an NMS sowie die Zulassungsprüfungen an Kunstuniversitäten.


17:00-18:00 Uhr: Arbeit in Schulartengruppen zum Thema „Stellenwert des Klassen-/Gruppenmusizierens

 

Zum Thema „Stellenwert des Klassen-/Gruppenmusizierens“

wurden folgende Fragestellungen zur Ausarbeitung angeboten:

  • Unter welchen Bedingungen wird Klassen-/Gruppenmusizieren an diesem Schultyp durchgeführt?
  • Was braucht es, damit Klassen-/Gruppenmusizieren etabliert oder weiter entwickelt werden kann?
  • Wie ist die Personalsituation? Gibt es genügend MusikerInnen, InstrumentallehrerInnen?
  • Welche Initiativen gibt es für diese Schulart bundesweit?
  • Welche Initiativen wären altersadäquat?
  • Welchen Stellenwert hat Klassen-/Gruppenmusizieren nach dem Selbstverständnis der Schulen?
  • Welchen Stellenwert hat Klassen-/Gruppenmusizieren laut Stundentafel?
  • Sind die nötigen Ressourcen vorhanden?

Fotoprotokolle im Anhang

Am Abend ging es für etwa 90 Minuten auf hohem Niveau mit für die Schule exemplarischen Werken unter der Chorleitung von Herrn Gerrit Stadlbauer weiter.


Nach dem morgendlichen Gesangs-Warm Up mit Erhard Mann 

wurde in den „Landesgruppen“ zu folgenden Aufgabenstellungen beraten:

 

Stellenwert des Klassen-/Gruppenmusizieren im Bundesland

  • Klassen-/Gruppenmusizieren Schule, Musikschule, Freizeit, ....
  • Wettbewerbe
    • Gibt es Wettbewerbe für Klassenmusizieren
    • Wie kann man damit in die Öffentlichkeit gehen
    • Gibt es ein mediales, öffentliches Interesse an diesen Veranstaltungen?
  • Was fehlt? Welche Fördermaßnahmen wären nötig?
  • Welche strukturellen Maßnahmen braucht es in den Schulen?
  • Welche Anregungen gibt es an die Fort und Weiterbildung im Bundesland? Was wäre notwendig?

Anschließend besuchten die Teilnehmer/innen einen von vier Workshops.

Nachmittags standen die vier Workshop erneut zur Auswahl. Somit hatten die Teilnehmer/innen die Möglichkeit, an einem zweiten Workshop teilzunehmen.

Der Nachmittag begann auf allgemeinen Wunsch mit dem vorgezogenen Plenum. Gerrit Höfferer (Leiterin des ZSK) berichtete über die „KUBI_Tage 2018“ (Tage kultureller Bildung) und über die geplante Jubiläumsveranstaltung des ZSK am 28./29.9.2018 an der PH NÖ in Baden.

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